Das kleine Tagebuch über die große Reise in das ferne Land
09.12.1996 - 20.01.1997

09.12.
5 Uhr früh aufgestanden und bei winterlichen Temperaturen und "Schneesturm" zum Bahnhof. Abflug in Berlin-Schönefeld gegen 10.15 Uhr. Einstündiger Zwischenstop in Zürich und Umsteigen in Singapore. Ankunft in Perth nach 20 Stunden Flug bei strahlendem Sonnenschein und über 20°C. Ich kann es nicht glauben - wir sind HIER!

10.12.
Ankunft in Perth gegen 14.30 Uhr, Einquartierung in einem backpacker (6-Mann-Zimmer). Morgen müssen wir erst einmal Utensilien kaufen.

11.12.
Bis Mittag ausgeschlafen, danach Stadtrundlauf bis 18.00 Uhr (der backpacker ist ein ziemliches Loch, aber trotzdem gut geschlafen) - keine Utensilien gekauft, wahrscheinlich morgen.

Perth

12.12. - Route: Perth - Brookton - Corigin - Kondinin, 300 km, km-Stand 22.040
Einkauf in Perth, es fehlen nun noch Töpfe + Kocher, Auto abgeholt (kleine Schwierigkeit dabei war, dass unser vaucher erst auf den morgigen Tag ausgestellt war, hat letztendlich doch alles geklappt. Heutige Schlafstätte ist auf einem winzigen Zeltplatz für 5$.

13.12. - Freitag der Dreizehnte - Route: Kondinin - Hyden - Wave Rock - Lake Grace - Amelupe - Stirling Range NP - Albany, 400 km
Immer noch kein Kängurus gesehen; nur Tote am Straßenrand. Wir haben alle den ersten Sonnenbrand weg. Je weiter wir uns von der Stadt entfernen, desto dünner wird der Kaffee. Wetter stark wechselhaft, unnormal für diese Jahreszeit laut Einheimischen. Albany backpacker ist ein lustiges Haus mit vielen bunten gemalten Bilder an den Wänden. Sind auf den Wave-Rock geklettert. Haben eine Emu-Farm gesehen (die Kleinen waren ganz aufgeregt und die Alten eher abgeklärt). Überall Salzseen, haben aber nicht gekostet.

Wave Rock

bei Albany

14.12. - Route: Albany - Torndirrup NP - Walpole Nornalup NP (Valley of the giants) - Shanon NP - Windy Harbour, 250 km
Frühstück in Albany, vergessen ein Bild vom backpacker zu machen. Stadtrundfahrt auf der Suche nach einer Tankstelle. Beeindruckendes Naturschauspiel am gap + bridge; F. ist wie ein Wilder geklettert. Bezahlte und unbezahlte Tour im "Valley of the gigantes" ; sehr toll weil man Bäume mal aus einer ganz anderen Perspektive sieht (Wanderweg war auf der Höhe der Baumkronen, so ca. 40m hoch); Kati war schlecht, fand es aber auch schön. Kati hat heute 4 Kängurus gesehen, die Jungs nur 2. Sind durch Shannon N.P. durchgefahren, schöne hohe Bäume. Windy Harbour: am Ende der Straße, erstaunlicherweise viel Menschen hier (ca. 10); ziemlich windig wie der Name schon sagt. Das erste Mal den Kocher benutzt; Nudeln waren super

15.12. - Route: Windy Harbour - Nord cliff - Pemberton NP - Bridgetown - Bunbury - Yalgorup NP-Fremantle, 390 km
Frühstück in Windy Harbour mit selbstgekochtem Kaffee (hm lecker) und Toast. Der höchste Fire-look-out-Baum wurde von F. + M. bestiegen (61m hoch). Yalgorup NP, kleine off-road-Strecke gefahren und am Meer gesessen (Wasser war ziemlich kalt). Old-Firestation backpacker in Fremantle mit mexikanischem Essen zum Abendbrot

16.12. - Route: Fremantle - Perth - Quinnsrock - Nerabup NP - Lanzelin - Cataby Roadhouse - Nambung, 370 km
Nach gutem Schlaf und ham & eggs in Fremantle ging es auf Diesel- und Verpflegungssuche; beides nach einigen "Irrkilometern" gefunden. Danach in Richtung Norden, es blieb zunächst beim Versuch, eine Straße in Quinnsrock war gesperrt und die Umleitung war one-way. Mit guter Ortskenntnis aber doch auf den highway gen Norden gestoßen und ohne größere Probleme bis Lanzelin gefahren. Hier sollte die erste wirkliche 4WD-Strecke durch die Sanddünen zu den Pinnackles beginnen. Durch falsche Infos der Einheimischen und fehlende 4WD-Perfektion kam es zur ersten wirklichen Herausforderung: am Sandstrand stecken geblieben und durch einsetzende Flut dem Meer ziemlich nahe gekommen (plus/minus 0,5 m). Durch die Opfergabe eines Schuhes (linker) von M. und einem Wendemanöver in 30 Zügen konnte die Situation gelöst werden. Während die Männer gearbeitet haben, hat sich Kati offensichtlich angenehm mit Einheimischen unterhalten. Nach Tipps und wegen der fortgeschrittenen Zeit haben wir beschlossen, doch die Straße zu nehmen. Kati hat uns zum KW-Drive geführt und dann ging es ca. 40 km über gravel road zum highway. Die Auffahrt des highways haben wir beim ersten Versuch verpasst, da nicht genau einzusehen und kein Straßenschild da war. So wurde mit ca. 60 km/h über den highway "übergesetzt". Nach kurzer Wende sind wir schließlich von der anderen Seite aufgefahren. Dann ohne weitere größeren Probleme zu den Pinnackles, die sehr interessant und mystisch sind. Der Sonnenuntergang dauerte ca. 5min. Danach gemütlich zurück nach Cervantes und die Zelte aufgebaut. Ein hervorragendes, auf dem Kocher zubereitetes, Mahl hat diesen erlebnisreichen Tag würdig abgerundet.

Pinnackles

Pinnackles

Pinnackles

17.12. - Route: Cervantes - Kalbary NP, 470 km
Königliches Frühstück mit Müsli + Erdbeeren auf dem Zeltplatz in Cervantes. Direkte Weiterfahrt auf dem highway Nr. 1 in Richtung Kalbary NP. Tolle Isomatte für Kati in Geralton gekauft, nur $59. Zwischenstop zum Tanken an der billigsten Tankstelle von Dongara bis Darwin (laut Auskunft des Inhabers). Stop im Kalbary NP bei Murginson Gorge - 2 kleine Aussichtspunkte mit gigantischem Ausblick auf das Murginson-Gorge-River-Delta; bemerkenswert das "Natural Window"; war ziemlich heiß und hunderttausend Fliegen waren unsere Begleiter. Übrigens hat ein kleiner böser Stein ein kleines Loch in die Windschutzscheibe geschlagen. Wir sind gespannt, was die Autovermietung dazu sagt. Endstation auf einem Zeltplatz im Meeresort Kalbarin. Abschluss des Tages mit einem leckeren Abendbrot, natürlich seafood

Kalbary

Natural Window

18.12. - Route: Kalbary NP - Hamelin Pool - Denham (Shark Bay), 400 km
Frühstück bei einer Düsseldorferin, die seit 42 Jahren hier lebt. Besichtigung einer alten Telegrafen-Station in Hamalin Pool und der Stromatoliten. Stright on zum Campingplatz in Denham, direkt am Meer. Der Zeltaufbau erfolgte unter schwersten Bedingungen, da der Boden so hart war, dass eine Bohrmaschine zur Befestigung der Heringe herhalten musste. Die Jungs haben mächtig geschwitzt, derweil ich bereits im Badeanzug der Sonne frönte. Als alles mit den Zelten erledigt war, ging es zum Strand, der ca. 11 Meter entfernt lag. Die Wassertemperatur betrug ca. 30-35 °C. M. ist gleich einer großen Krabbe auf die Schere getreten, die auch noch zugeschnappte. Nach leckerem dinner, allabendlichen Spaziergang und Gute-Nacht-Trunk dürfte der Tag sich jetzt zum Ende neigen.

19.12. - Route: Denham - Monkey Mia - Shell Bay - Wooramel Roadhouse - Pimbee - Gascoyne Junction 450 km
Selbstfrühstück auf dem Zeltplatz und frühe Abfahrt nach Monkey Mia, um die Delphine zu sehen. Leider waren keine da, obwohl wir 4 Stunden gewartet haben. Von Monkey Mia ging es zum Shell-Beach, wo der Strand aus lauter kleinen Muscheln besteht (also nix mit barfuss). Ich habe gleich meinen "Schatzbestand" erweitert. Von Shell Bay fuhren wir zum roadhouse (tanken und Kaffee trinken). Von dort direkt nach Gascoyne Junction, abgesehen von einem kleinen Zwischenstop in dem Ort Pimbee, der ca. aus 2 Häusern mitten im Wald besteht (vom highway bis G.J. 169 km sind wir keinem einzigen Menschen begegnet). Unterwegs haben wir viele wilde Tiere gesehen und fast umgefahren, z.B. Kühe, Schafe, Ziegen, Emus, Kängurus und diverse Vögel. In G. J. haben wir einen "wunderschönen komfortablen" Zeltplatz gefunden, nämlich hinter der einzigen Gaststätte hier, in der wir ein prächtiges Abendmahl genossen. Nun sitzen wir auf der Autoablage und genießen unseren schönen Abendtrunk. Hoffentlich wird die Nacht nicht so heiß, denn am Tag waren es 42 °C.
PS: 22 Uhr kam der Ranger vorbei und hat "Gute Nacht" gesagt.

20.12. - Route: Gascoyne Junction - Kennedy Range - Minnee Creek - Cobra Station - Mount Augustus NP, 380 km
Unser erwartetes Frühstück in der Kneipe von G.J. fiel leider wegen Renovierung derselben aus und beschränkte sich auf zwei Toast mit Marmelade oder Nutella. Übrigens: die sanitären Einrichtungen waren superklasse; im Damenklo war äußerste Vorsicht geboten, da sich im Klobecken zwischen 2 bis 5 Frösche befanden (keine grasgrünen, sondern schön blass - totenbleich sozusagen). Ca. 40 km von G.J. befindet sich die Kennedy Range, dort sind wir etwas rumgelaufen, haben Kängurus aufgeschreckt, die sich im Schatten ausruhten und standen im pool vor einem Wasserfall, der jedoch total ausgetrocknet war. Von der K.R. wollten wir eine Abkürzung über Minie Creek nehmen, die sich als 20 km lange Sackgasse entpuppte. Als F. diese Information von dem einzigen Einheimischen, den wir dort antrafen, erhielt, hat er sich mörderlich die Füße auf dem heißen Sand verbrannt (man läuft ja auch ohne Schuhe im outback rum). Also mussten wir einen anderen Weg in Richtung Cobra nehmen (wie sich später herausstellte, war der Weg durch Minie Creek auf zwei Karten eingezeichnet, was natürlich falsch war). In Cobra getankt und gegessen, von dort fuhren wir weiter zum Mount Augustus Tourist Resort, haben einen Campingplatz bestellt und Informationen eingeholt. Die Straße hierher war ziemlich bekackt; wahrscheinlich von Emus. Da es erst 16.30 Uhr war, haben wir beschlossen, nach zum Cattle Pool zu fahren, wo wir Kängurus beim trinken am Fluss und Beutelpflege beobachteten. Danach sind wir zum Mount Augustus und haben den Aufstieg bis zum Cave Hill gewagt. Ich fand es ziemlich anstrengend - die Jungs nicht. In der Höhle hat es ziemlich gestunken (kaum zum aushalten) - wahrscheinlich Fledermaus-Kacke. Der Abstieg musste etwas schneller erfolgen, damit wir den Sonnenuntergang noch sehen - spektakuläres Naturschauspiel, obwohl die Sonne vor lauter Wolken gar nicht zu sehen war. Schön geduscht, lecker Essen und alle ganz schön müde (ich hab morgen bestimmt Muskelkater und die Jungs werden mich nicht bedauern, was sie mir schon klargemacht haben).
PS: als ich heute den Kocher angemacht habe, gab es eine 50 cm hohe Stichflamme in der meine beiden Arme waren, was die Jungs natürlich nicht bemerkt haben.

Cobra Station

21.12. - Route: Mount Augustus NP - Cobra - Lyndon - Nanutarra Roadhouse, 400 km
Am Morgen (5 Uhr aufstehen) Aufstieg auf den Mt. Augustus (1109m), ohne Kati. Sehr schöner aber anstrengender walk bis zum Gipfel. 12 km return in 4 Stunden, auf dem Rückweg ist uns das Wasser ausgegangen, aber im Auto lag ja noch eine eisgekühlte coke! Zurück zum Resort, Kati war schon aufgestanden und hat Ruby, ein zahmes Känguru, gefüttert. Weiterfahrt über teilweise really rough route zum Highway I. Unterwegs mindestens 100 Emus, Kängurus und, und ... gesehen. Das Auto hat endlich Outback-Farbe angenommen. Übernachtung im Nanutarra RH, noch mehr Frösche im Klo als in Gascoyne Junction.
PS I: die Leute im M.A. Tourist Resort waren sehr nett + freundlich
PS II: an diesem Tag hab ich mich gelegentlich gelangweilt

Mount Augustus

22.12. - Route: Nanutarra Roadhouse - Tom Price - Hamersley Range - Weano Gorge, 390 km
Nach einem Frühstück an der BP-Tankstelle vom Nanutarra R.H. aus selbst mitgebrachten Leckereien z.B. Müsli + Toastbrot ging es über gravel road und highway nach Toms Price. Dort wurde ordentlich eingekauft und Mittag gegessen, leider haben wir keine Tankstelle gefunden, die geöffnet war. Nach richtiger gravel road und wunderschönen floodways mit "Flussüberquerungen" sind wir in der Hamersley Range angekommen. Unser Auto sieht jetzt richtig ordentlich aus. Nach kurzer Besichtigung des campgrounds ging es zum Hamelin Pool (Weano Gorge), ist eine ziemlich tiefe und lange Felsspalte zwischen Schieferbergen, an dessen Ende sich ein Pool befindet. Das Wasser war angenehm kühl und die Jungs sind auch gleich baden gegangen. Wir sitzen jetzt vor einem großen Gaskocher und erwarten unser lecker Abendbrot. Es ist ziemlich lustig - man sitzt mitten im outback, kilometerweit kein Mensch zu sehen und ein Plumpsklo und ein Gaskocher.
PS: auf dem Weg nach Toms Price haben wir fast zwei große Adler, die auf der Straße saßen und an einem Tier nagten, umgefahren - leider waren wir zu langsam oder die Adler zu schnell, um sie zu fotografieren. Hier gibt es übrigens sehr viele Ameisen; große und kleine, die hoffentlich nicht mit im Zelt schlafen wollen. Und - heute ist der 4. Advent.

Hamelin Pool

Hamelin Pool

23.12. - Route: Weano campground - Joffre Gorge - Dale Gorge campground, 50km
Nach dem Frühstück auf dem Weano Gorge campground sind wir zum Joffre Gorge gefahren, um dort ca. 60m return zum Joffre Fall hinunter zu steigen. Der Weg war relativ gut, da viele unterschiedlich große Schieferplatten einen vernünftigen Abstieg ermöglichten. Nach der Anstrengung sind wir natürlich gleich unter den Wasserfall gehüpft, um uns abzukühlen - Cliff-Werbung ist gar nichts dagegen. Nach einigen Cliffhanger-Fotos ging es wieder zurück - danach wäre eine Abkühlung auch recht willkommen gewesen. Vom Joffre Gorge sind wir zum Dale Gorge campground gefahren, der in einem kleinen Wald liegt und absolut ruhig ist - wahrscheinlich gibt es im Umkreis von 40km keine Menschenseele. Nachdem wir den campground als okay empfunden haben, durfte ich bis zu Dale Pool fahren, den wir nach 400m steilem Anstieg "entdeckt" haben. Es ist ein kleines Paradies - am Ende des Dale Gorge liegt ein kleiner Pool, umsäumt von ziemlich hohen Schieferbergen in den unterschiedlichsten Farben. Dort sind wir auch einige Runden geschwommen, um den Outback-Staub und -schweiß von unseren müden Körpern zu waschen. Vom Dale Pol wollten wir eigentlich noch den Fortescue Fall anschauen, was uns leider nicht möglich war, da entweder der Weg zugewachsen war oder eine Felsplatte uns den Weg versperrte. Nach einem ziemlich steilen Aufstieg, und für mich ziemlich anstrengend, ging es zurück zum campground um Zelte aufzubauen, meine Sonnenbrand zu pflegen und Abendessen zu kochen - heute gibt es Gnocci mit Schinken-Pilz-Sahne-Lauch-Soße und eventuell wird heute noch eine erstmalige Gesamtlesung des Tagebuches stattfinden.
PS: Heute haben wir keine Tiere gesehen, nur auf dem Weg zum Fortescue Fall sprang ein Bergkänguru an uns vorbei und hat uns von oben aus sicherer Entfernung beobachtet.
Ich vergaß: nach dem Frühstück ging es erst zum Oxer-lookout, wo man über die Kreuzung der vier Gorges blicken konnte - sehr spektakulär.
Zusatz: zur Lesung gab es heute ein kleines Feuerwerk, bestehend aus 6 Wunderkerzen; außerdem gibt es heute noch eine Freiluftdusche, die Frank aufgebaut hat.

24.12. - Christmas eve (Heiliger Abend)
Route: Dales Gorge camground - Wittemoon - Auski Roadhouse - Wittemoon - Millstream Chichester national Park - carpark Python Pool, 350km
Bacon & Cheese Toast auf dem Campingplatz bevor es durch den Yampir Gorge (hier wurde bis 1968 Asbest abgebaut und heute vor den Resten gewarnt) wieder auf die Straße gen Norden ging. In Wittemoon sollte eigentlich Diesel gefasst werden, aber der "Dieseltonnenbesitzer" war in Toms Price Verwandte besuchen (eine richtige Tankstele gibt es hier nicht mehr). Um sicher zu gehen, ging es den ganzen Weg zurück bis zum Auski Roadhouse, wo das Tanken mit einem kleinen Imbiss kombiniert wurde. Danach zweiter Anlauf Richtung Norden. Es ging über ziemlich schlechte Gravelroad bis nach Millstream im gleichnamigen N.P. das ist eine kleine Oase ohne Wasserprobleme und einigen Heimkängurus. Eines hatte auch etwas im Beutel, was wir so zum ersten Mal sahen. Kati hat später auch noch ein "wildes" Känguru mit einem herausschauenden Kind gesehen. Im Park haben wir dann zwei Pools angefahren, die zwar sehr schöne campgrouns hatten, aber das rote Wasser lud nicht unbedingt zum Baden ein. wir beschlossen also weiter zum Python Pool zu fahren. Auf dem Weg dahin hat Kati ihre erste 4WD H2O-Durchfahrt (durch den Fortescue-River) mit Bravour gemeistert. Nur leider war der Campingplatz nicht ganz was wir uns vorgestellt hatten. Nur eine freie Fläche ohne schatten spendende Bäume. Haben also beschlossen auf dem nahe liegenden Parkplatz in nächsten Nähe zum Pool unsere Zelte aufzuschlagen, um am Morgen gleich ein Bad nehmen zu können. Während Markus Das Dinner (Nudeln mit Pilzen, Käse & Erbsen) zubereitet hat, ist Kati von einem ca. 10cm großem Ungeheuer gebissen worden. Jetzt versucht sie den Schmerz mit Wein zu ertränken. Vor dem Essen hat jeder männliche Mitreisende ein kleines Geschenk auf seinem Platz gefunden. Wir vermuten, in Australien sind die Weihnachtsmänner weiblich. Jetzt werden wir wohl noch einen Weihnachtstrunk einnehmen und den Tag ausklingen lassen! "Stille nacht - Heilige Nacht!"

25.12. - Route: Python Pool Carpark - Roebourne - Port Hedland, 320km
Nach einer relativ kurzen Nacht, 7.30 Uhr war es bereits unerträglich heiß im Zelt, haben wir rasch die Zelte abgebaut, damit uns nicht der Ranger erwischt wie wir auf einem nicht ausgeschilderten Platz zelten. Danach ging es gleich zu einem erfrischenden Bad in den Python Pool, wo wir von zwei wahrscheinliche Touristen entdeckt wurden. Nach der Abkühlung und einer Apfelsine für jeden, ging es in Richtung Port Hedland. In einer kleineren Stadt namens Roebourne haben wir in dem einzigen Laden, der geöffnet war, eingekauft und Eis gegessen. Ca. 70km von hier aus, haben wir an einen ziemlich ausgetrockneten Fluss gefrühstückt. Zwischendurch sind wir noch an einer "Pyramide" vorbei gefahren, die nicht im geringsten so spektakulär war, wie im Reiseführer beschrieben und auf Fotos zu sehen war. Einen Zwischenstopp haben wir auch noch in Whim Creek gemacht. Das ist ein alter wunderschöner Pup, aber leider geschlossen. Von dort aus, ging es weiter nach Port Hedland. Wie aus dem Nichts tauchte da plötzlich eine Stadt auf. Im Backpacker einquartiert, ging es auf Nahrungs- und Spritsuche, welche sich als ein kleines Abenteuer herausstellte. Es ist ja Weihnachten und so ziemlich alles ist geschlossen. Nach ewiger Hin- und Herfahrerei entschieden wir uns dann doch für die Shell-Tankstelle. Einen 2,6km langen Zug haben wir auch noch gesehen. Nun sitzen wir wieder im Backpacker und überlegen wie wir den Rest des Tages verbringen.
PS: Alle haben heute zu Hause angerufen. In Bad Dürrenberg gibt es Schnee und -15°C und in Stendal sind -20°C und keinen Schnee.
Übrigens haben wir auf dem HWY I ein Pferd getroffen, welches mitten auf der Straße lief. Und einen kleinen Leguan von ca. 1m Länge ist uns auch begegnet.
Und es ist wahnsinnig heiß, es ist jetzt 20.30 Uhr und es zeichnet sich noch keine Abkühlung ab.

Python Pool

26.12. - Route: Port Hedland - Broome, 600km
Nach einer erholsamen Nacht (mal wieder im Bett) und einem ausgiebigen Frühstück im Backpacker machten wir uns zu der langen Reise nach Broome auf. Eigentlich ist zu dieser Fahrt nicht viel zu sagen. es geht immer nur geradeaus auf dem highway entlang, durch nicht stark bewachsene Natur. Unterwegs haben wir 3 Opfer eines Unfalles gesehen - 3 Kühe. Eine davon war wahrscheinlich auf Grund der Hitze ziemlich aufgebläht und streckte wirklich alle Viere von sich. Zwischenstopp haben wir im Roadhouse Sindfire gemacht, um Kaffee zu trinken und Schokolade zu essen. Dort gab es auch mal wieder ein paar Bäume zu sehen und richtig viel Grün. Weiterhin haben wir einen Fahrradlager am Straßenrand gesehen. Unmögliche Vorstellung 600km mit dem Rad zurücklegen zu müssen. Nach genauer Zählung sind uns auf der Fahrt insgesamt 53 Autos begegnet, vier davon wurden von uns überholt. Also recht starker Verkehr auf dem HWY I. Gegen Nachmittag fuhren wir dann in Broome ein und haben uns einen schönen Backpacker mit Klimaanlage gesucht. Nach einem kleinen Snack in einem hübschen Café mit Elvis-Presley-Musik, von der wir nun alle einen Ohrwurm haben, ging es an den Strand, wo wir einen schönen Sonnenuntergang gesehen haben. Unsere Sachen wären dabei fast ertrunken - einsetzende Flut. Zum dinner ging es ins gegenüberliegende Restaurant mit Live-Musik, wo wir die Bewegungs- und Rhythmusfähigkeit der Einheimischen beobachten konnten.

27.12. - Broome
Nach einem langen und erholsamen Schlaf wurde heute schön gefrühstückt. Frank war schon gegen 9.00 Uhr aufgestanden, hat die Einkaufspassage erkundet und Milch gekauft. Nach dem Frühstück haben wir etwas getan, was in letzter zeit ziemlich selten vorkam - shopping. Danach ging es zu einer nahe gelegenen Krokodil-Farm. Es war ziemlich beeindruckend wie schnell solche riesigen Tiere sich doch bewegen können, wenn sie Nahrung wittern. Respekt, sag ich nur! Da wir bei der Führung ziemlich stark Wasser gelassen haben - also geschwitzt - sind wir gleich zum Strand gefahren und haben uns köstlich an den hohen Wellen amüsiert. Frank meinte zwar, die Wellen wären nicht so hoch, aber ein Surfer sieht das vielleicht anders. nach einem leckeren Abendmahl, es gab Nudeln mit Gemüse und Geflügelschaschlik, welches der Koch Markus nicht so toll fand, dafür frank und ich, sitzen wir vor unserem Zimmer, schwitzen und halb tot, trinken Bier oder Wein und lauschen der Live-Musik, die nebenan gespielt wird. Morgen geht es dann wieder auf den highway und ins outback.
PS: Frank spielt gerade mit einer leer getrunkenen Bierdose Fußball und versucht sie so in den Papierkorb zu befördern - das kann man auch einfacher haben. Nach ca. 20 Versuchen hat es dann endlich geklappt.
Und übrigens schäle ich mich fürchterlich auf dem Rücken.

28.12. - Route: Broome - Fitzroy Crossing, 430km
Frühstück im backpacker, anschließend noch mal Einkauf in Broomes Chinatwon; mittags losgefahren nach Fitzroy Crossing 390km auf highway I;
unterwegs jede Menge Boab Bäume gesehen, ein einem, der ungefähr 10m Umfang hatte, haben wir eine kurze Rast gemacht;
in Fitzroy crossing den Fitzroy River passiert, für australische Verhältnisse von imposanter Breite;
kurzer Abstecher zum Geikie Gorge NP, alles sehr grün, fast Urwald, der Fitzroy River gräbt sich hier durch ein Felsmassiv;
auf dem Rückweg im einzigen bachpacker halt gemacht, er war sehr idyllisch aber auch sehr geschlossen;
in FC einen Caravan Park gesucht, zuerst im Old Emu Inn gehalten, war finsterer als South Central New York, sofort wieder umgedreht;
direkt in FC einen Zeltplatz gefunden, Zelte aufgebaut und rechtzeitig vor kurzem Wolkenbruch ins Auto geflüchtet;
unter dem Vordach der Toilette lecker Abendbrot gekocht, Kalbssteak mit Gemüse
PS: auf dem Weg zum Geikie Gorge NP Ureinwohner beobachtet, eine ganze Familie badete auf einer überspülten Straße, der Vater der Sippe trank im Wasser sitzend Bier, überhaupt gibt es hier sehr viele Aborigines

29.12. - Route: Fitzroy Crossing - Halls Creek, 300km
Zum Frühstück gab es heute Schinken mit Rührei und es hat recht gut geschmeckt. Von Fitzroy Crossing ging es direkt nach Halls Creek. Unterwegs wollten wir am Wolfs Creek vorbei, doch leider war hier die Straße gesperrt. In Halls Creek haben wir zu Mittag gegessen, uns einen Zeltplatz gesucht und einen Helikopter-Flug für morgen über den Wolfs Creek gebucht. Nach dem Zeltaufbau sind wir zur Chinesischen Mauer gefahren und dort etwas rumgeklettert. Sie sah wirklich so aus, also ob dort jemand die Steine hingelegt hätte. Von dort sind wir zur "Old Town" gefahren und haben uns dort den alten Friedhof und die Post angeschaut. Der Friedhof hat 1976 seinen letzten Gast erhalten und die Post wurde 1900 gebaut und besteht jetzt nur noch aus den Grundmauern und zwei Kaminen. Unterwegs haben wir einen deutschen Motorradfahrer getroffen, der ziemlich übel gelaunt war - seit Alice Springs hat es nur geregnet und die Straße zu den Bungles Bungles ist deswegen gesperrt. Weiterhin haben einige Pferde gesehen, die ziemlich mager aussahen und ein totes Tier mit vier Beinen, das fürchterlich gestunken hat und zu keiner Gattung zuzuordnen war, da es keine Kopf mehr hatte. Außerdem gibt es in Halls Creek sehr viele Aborigines - mehr oder weniger betrunken, dick oder dünn, kinderreich oder dreckig.
Nach einem angenehmen Bad im Pool des Zeltplatzes - es fehlt nur noch der Fruit-Daiquiri - sitzen wir auf einer kleinen Bank und warten, dass das Essen (Nudeln mit Pilzen, Schinken, Tomate + Käse) fertig wird. Morgen müssen wir ganz früh aufstehen, da unser Flug 6.00 startet.
PS: Es wird eine angenehme Nacht werden, da die Temperaturen recht stark nach unten gegangen sind, recht angenehm nach den letzten Tagen. Außerdem scharwenzelt hier eine kleine schwarze Katze mit weißen Socken herum - wahrscheinlich glaubt sie, dass sie etwas vom Essen abbekommt.
Und außerdem möchte ich auch so einen Poll haben.
Schrecklicher Zusatz von Frank: mit dem heutigen Tag ist die Hälfte unseres Urlaubes vorbei - also Bergfest - und wir haben nicht einmal ein ordentliches Getränk, um dies zu begießen.

30.12. - Route: Halls Creek - Turkey Creek Roadhouse - Kununurra, 360km
Durch mysteriöse Umstände war ich heute vor 5.15 Uhr wach und dachte, wir hätten unseren Flug verschlafen. Dem war aber nicht so. Der Pilot kam vorbei und wies uns darauf hin, dass das Wetter nicht so toll ist und die Sicht vielleicht auch nicht. Wir sind trotz alledem geflogen, nicht in einem Helikopter wie gestern erwähnt, sondern in einer Cesna 210 der Oasis Airline. es war ziemlich interessant und, darin waren wir uns einig, vom Boden hätten wir so was nie gesehen. Der Flug dauerte ca. 2,5h und wir sind über die Bungles Bungles - sehr gigantisch, beeindruckend und faszinierend - und über den Wolfs Creek-Meteor-Krater geflogen. Daten: 800m Durchmesser, 2 Mio. Jahre alt. Der Pilot erzählte uns einige Sachen, von denen ich leider überhaupt gar nichts verstanden habe. (Nachtrag 04.07.2001 -stimmt nicht ganz, damals hatte ich nur das Gefühl, überhaupt nichts zu verstehen) Und außerdem war das Wetter sehr gut und die Sicht auch. Ich war trotz alledem froh, als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, da der letzte Teil des Fluges doch ziemlich rüttelig und wacklig war.
Nach einem schönen Frühstück und Versorgung der Katze mit Milch ging es erst zum einkaufen und dann Richtung Kununurra. Unterwegs waren Teile des HWY I etwas überflutet, aber diese Hindernisse haben wir mit Bravour gemeistert. Vom Piloten hatten wir erfahren, dass die Straße zu den BB jedes Jahr von November bis März gesperrt wird, da in der Regenzeit die größten Schäden durch Touristen entstehen können. Und die Straße war auch gesperrt. Zwischenstopp für Kaffee, Chips + Chicken Wings und nen Muffin für Frank haben wir in Turkey Creek gemacht. Unterwegs mussten wir wegen eines Fotos anhalten, damit die Jungs auf einen Hügel klettern konnten, um von dort aus zu knipsen. Nach der Kurve, hinter dem Hügel, war die Aussicht übrigens genau so gut.
In Kununurra angekommen, haben wir uns in einem lilafarbenen bachpacker einquartiert. Die Zimmer sind spartanisch eingerichtet - unser twin-room besteht nur aus zwei Betten. Aber dafür gibt es einen pool.
Wahrscheinlich gehen wir heute früh schlafen, schließlich war es ein langer Tag.

Bungles Bungles

31.12. - Silvester, Route: Kununurra - Lake Argue - Timber Creek, 310km
Frühstück im backpacker mit Schinken und Ei, nachdem wir verschlafen haben und erst gegen 9.15 Uhr aufgestanden sind. Nach Einkauf von Verpflegung und Getränken haben wir eine kurze Stippvisite in den Hidden Valley NP gemacht und uns einige Bäume und Pflanzen angeschaut. Zwischendurch gab es eine kleine Reiberei zwischen den Jungs, die nach drei bis fünf gut schmeckenden Kaubonbons bereinigt war. Dann sind wir zum Stausee Lake Argue gefahren - sehr imposant, weil erstens die Straße dorthin in wunderschöner Natur lag, es viele Berge und Täler gab und der See eine recht stattliche Größe vorzuweisen hat. Nach kurzem Halt am Old River (der aufgestaut wird), einigen Fotos, Bananen und zwei Bier ging es weiter nach Timber Creek. Die fahrt verlief recht ruhig, die Straße ging fast nur geradeaus, die Natur wechselte ständig zwischen saftigem Grün zu karger Landschaft. In Timber Creek angekommen, haben wir den Ort in ca. einer Minute durchfahren und uns den schönsten der zwei Campingplätze ausgesucht. Zum Abendbrot gibt es heute Chicken Wings, Erbsen und Mais und reichlich zu trinken. Vielleicht besuchen wir zu fortgeschrittener Stunde noch die Bar. Da soll es heute eine Party geben. Ansonsten wird wohl ordentlich gekübelt und sechs Wunderkerzen abgefackelt. Und der Tag wird wie jeder andere zu Ende gehen.
PS: Es sind nur noch 700km bis Darwin.
Silvester-Nachtrag: Gegen 23.00 Uhr hat es fürchterlich angefangen zu regnen (nach dem Abendbrot) und wir sind im Auto ins neue Jahr "gerutscht". Zitat Frank: "Wer ist eigentlich für den Regen verantwortlich? Gott oder Frau Holle?"

Lake Argue

01.01.1997 - Route: Timber Creek - Gregory lookout - Gregory NP - Katherine, 300km
Nach einer regnerischen und stürmischen Nacht, einem sonnigen und schweißtreibendem Morgen und einem guten Frühstück in der Bar von Timber Creek ging es erst einmal zum lookout, der nicht allzu sehr spektakulär war. danach ging es direkt nach Katherine, um etwas zu essen und einzukaufen. Dann wollten wir uns eigentlich den K. Gorge anschauen, nur leider war die Straße überschwemmt. Einige mutige Leute sind zwar durch den 0,6 m tiefen "Fluss" gefahren, aber wir nicht. Nachdem wir unsere Zelte dann auf einem schönen Campingplatz aufgebaut und mit dem Kochen des Abendbrotes angefangen hatten, fing es wieder wie gestern ordentlich an zu regen. Teile des campgrounds standen unter Wasser, aber im Moment sieht es so aus, dass der Regen etwas nachlässt und unsere Zelte wohl nicht wegspült. Das Abendbrot, bestehend aus Reis mit Gemüse und Cordon bleu, war sehr lecker und wurde unter recht regnerischen Umständen zustande gebracht.
PS: eigentlich hätten wir gestern Abend noch der Party in der Bar von Timber Creek gehen sollen, denn zum Frühstück waren noch die Überbleibsel anwesend und sahen so aus, als ob es recht lustig gewesen wäre. Aber es hat ja geregnet.

02.01. - Route: Katherine - Mataranka Hot Springs - Katherine - Edith Falls - Pine Creek, 360km
Nach einer stürmischen Nacht, in der unsere Zelte fast weggeflogen wären, und einem Frühstück bei Regen sind wir noch einmal in Richtung K. Gorge gefahren. Aber die Straße war jetzt gesperrt und der Fluss um einiges angestiegen. Also mussten wir dieses Vorhaben erneut aufgeben. Dann ging es nach Mataranka, wo wir ns die Hot Springs anschauen wollten, aber auch hier war der highway überschwemmt und die Straße gesperrt. Der Weg nach Edith Falls war erfolgreicher. Bei ordentlichem Wetter hätten wir schön baden können. Aber heute hat es sich richtig gezeigt, was "wet season" bedeutet - es regnet den ganzen Tag und nicht gerade wenig. Die Inhaberin vom Motel in Pine Creek sagte, dass es seit acht Jahren nicht so stark geregnet hat. Edith Falls war sehr schön, ein großer pool mit vielen Palmen herum und einem Zufluss, der recht kräftig war und einem kleinen Wasserfall. Danach ging es bei strömenden Regen nach Pine Creek. Einen ordentlicher Campingplatz haben wir nicht gefunden, dafür ein schönes Hotel - ein kleines Zimmer mit kleiner Küche und Bad, einem Doppelbett und einem dreistöckigem Bett. Es ist recht gemütlich hier. Nach einem ordentlichem Abendbrot, bestehend aus leckeren Gnoccis mit Lauch und Schinken, genießen wir nun den Abendtrunk. Im übrigen regnet es wieder ganz fürchterlich.

03.01. - Route: Pine Creek - Douglas Hot Springs - Pine Creek, 200km
Nach einer stürmischen, regenreichen, aber doch sehr erholsamen Nacht wollten wir in Richtung Kakadoo NP. Doch um Darwin tobt ein Cyclon und etliche Straßen sind überschwemmt. Also entschieden wir uns noch einen Tag hier zu bleiben und zu den Hot Springs zu fahren. nach einigen erfolgreichen Flussdurchfahrten, der Hayes Creek hatte eine breite von ca. 300m, standen wir dann doch vor einem tiefen und breiten floodway, der unüberwindlich für unser Auto war. Es waren wohl noch 3km bis zu den Hot Springs. Aber wir mussten umkehren. Außerdem regnete es auch fürchterlich, dass wir annehmen mussten, der Hayes Creek steigt noch weiter. So ging es zurück nach Pine Creek. Nach einer Pizza zum Abendbrot und Cricket im Fernsehen als Nachspeise, hoffen wir, dass morgen sie Straßen etwas besser aussehen.
Zusatz: Der Hayes Creek hatte eine Tiefe von 0,45m - Einheimische sprachen von "point five".

04.01. - Route: Pine Creek - Kakadoo NP - Pine Creek - Lichfield NP, 400km
Nach meiner gestriger Einführung in die Welt des Skats, einer schönen geruhsamen Nacht, einem schönen Frühstück, einem fast sonnigen Morgen und einer kleinen Fotosession mit einem Baby-Känguru im Motel von Pine Creek fuhren wir zum Kakadoo NP. Nachdem wir 45 $ bezahlt hatten, erhielt die Tante von der Rezeption die Information, dass der gesamte Park wegen Regen und Überschwemmung gesperrt ist. Also wurde die Bezahlung negiert und wir mussten zurück nach Pine Creek. Eigentlich wollten wir gleich nach Darwin fahren, aber sind dann doch noch nach Lichfield, um zu sehen, was dort so los ist. Und es war was los. Die Zufuhr zum NP war komplett überschwemmt. Der Wasserstand lag etwas über 50cm, aber die Strömung war ziemlich stark. Wir entschieden hier zu bleiben und am Morgen reinzufahren. Nach Aufbau der Zelte, kleinem Einkauf und kleinem Snack haben wir uns den Fluss noch einmal angeschaut - und sind drüber. Ein Brit-Australia-Tourist, der prüfend dreinschaute, war wahrscheinlich sehr überrascht, als wir angebraust kamen, kurz schauten und dann drüber sind. Die restliche Straße war absolut trocken und so haben wir einen Schnelldurchlauf der Burley Rock Holes und des Florence Falls gemacht. Morgen werden wir bestimmt noch einmal herfahren, da es bereits recht dunkel ist. Unterwegs haben wir noch einen Thrillneck-Lizard getroffen, der mitten auf der Straße saß und sich überhaupt nicht stören ließ - erst nach intensiven Ärgern unsererseits (sicher gehörte er der Gattung Lazy Lizard an).
Zum Abendbrot gibt es heute Steak mit Bohnen und Mais.
PS: Am Zeltplatz hielt kurz der Ranger (eine Frau) und hatte ein kleines freshwater-crocodile in der Hand.

Baby

05.01. - Route: Lichfield NP, 135km
Nachdem wir ordentlich ausgeschlafen und gefrühstückt haben, besuchten wir erneut den Lichfield NP. Die Flussdurchfahrt erwies sich als absolut unkompliziert - der Fluss war fast gar nicht mehr da. Erstaunlich, wie schnell soviel Wasser einfach weg sein kann. Im NP. sind wir zuerst zum Tolmer Fall, wo wir nicht zum pool klettern durften, da in den Höhlen seltene Fledermäuse wohnen. Dann ging es zum Wangi-Fall, an dem Baden verboten ist, wegen der Krokodile. Anschließend haben wir eine klitzekleine Dschungelwanderung gemacht, die aber abgebrochen wurde, weil der Weg so matschig war und wir nicht die passende Schuhbekleidung anhatten. Danach haben wir uns kurz den Table Top Swamp angeschaut und dann ging es erneut zum Florence Fall. Vom lookout haben wir einige Leute badend im pool gesehen und uns spontan entschieden, dies auch zu tun. Der Hinweg ging durch Holter-Polter-Gestrüpp und Matschwege. Der pool ist recht groß und hatte eine beachtliche Strömung - aber es war recht lustig, da die Jungs versuchten, gegen die Strömung zu schwimmen, was natürlich nicht gelang. Frank stand dann irgendwann zwischen zwei Wasserfällen und hat sich gefreut. Nach einer kleinen Stärkung (Apfelsinen) ging es über 133 Stufen zurück zum Auto. Dann haben wir in einem kleinen und sehr schönen "Cafe" ganz lecker zu Abend gegessen. Es gab Nachos, gegrilltes Kängurufleisch und als Nachspeise Cake - alles war ganz lecker.
PS: Der Wangi Fall war sehr beeindruckend, da er viel mehr Wasser geführt hat, als auf allen Postkarten zu sehen war. Außerdem hingen auf einem Baum ganz viele Fledermäuse. Im Cafe haben wir kurz eine Beutelratte gesehen, die schnell vorbeihuschte.

Florence Fall

Florence Fall

Wangi Fall

06.01. - Route: Bayana Tree Campground (Lichfield NP) - Batchelor - Stuward highway - Pine Creek - Kakadoo NP - Jabiru (campground), 400km
Wie immer ging es nach dem Frühstück, also kurz vor Mittag, auf Tour. Telefonisch hatten wir uns überzeugt, dass der Kakadu NP. zum Teil wieder geöffnet war, also wurde der zweite Anlauf gestartet. Über Pine Creek ging es in den Park, die Eintrittsgebühren wurden zum "zweiten " Mal entrichtet. Der Versuch eines Abstechers nach Yirmikmik wurde vor der ersten Flussdurchfahrt abgebrochen, da die beschriebenen Touren zu viel Zeit in Anspruch genommen hätten und es keine Sehenswürdigkeit gab, zu der man direkt mit dem Auto hinfahren konnte. Auf dem weiteren Weg haben wir den Jim Jim Creek überquert, der wohl immer noch einige 100m breit war. Das nächste Waldstück brannte, wobei es sich vermutlich um planmäßiges Abbrennen durch die Parkeigner handelte. Im Visitorcenter, welches ein recht gutes Museum hat, konnte man einiges über den Kakadu erfahren. In Jabiru haben wir kurz gegessen, eingekauft, unsere Zelte aufgebaut und den Rest des Abends bei einigen Drinks am Pool verbracht.

07.01. - Route: Jabiru - Norlangi Rock - Cooinda Aboriginel Art Center - Pine Creek, 250km
In der Nacht gab es ein kräftiges Gewitter, so dass am Morgen der Zeltplatz ein einziger Sumpf und Morast war, in dem wir dann auch gefrühstückt haben. Da es auch heute noch keine Yello Water Cruises gab, haben wir im Town Center von Jabiru etwas eingekauft und sind dann zum Nurlangi Rock gefahren. Dort gab es einige spektakuläre Aussichten und Ansichten von verschiedenen Felsformationen und Wandmalereien zu bestaunen. Wir wollte uns ein Bilabong anschauen - aber der Weg dorthin war überschwemmt. Außerdem war es mir nicht ganz geheuer, da es dort laut der vielen Hinweisschilder Krokodile gab.
Zwischenstopp wurde dann im Art + Culture Centre gemacht. Es war wieder eine sehr schöne Anlage mit vielen interessanten Sachen. Wir haben uns einen kleinen Film über die Veränderung der Natur und deren Lebewesen zu den verschiedenen Jahreszeiten angeschaut. Ein Teil zeigte auch die Überschwemmung des Highway I und von Fitzroy Crossing - von beiden war nicht mehr viel zu sehen.
Ca. 50km vor der Ausfahrt aus dem Kakadu NP. haben uns bei strömenden Regen zwei Jungs angehalten uns gesagt, dass irgend jemand im Morast feststeckt und wir im Mary River Roadhouse Bescheid sagen sollen. Das haben wir auch getan, aber irgendwie schien das keiner so recht glauben zu wollen und keiner kannte diese Jungs. Außerdem haben sie mehr als einmal nachgefragt, ob es nicht doch Aborigines waren. Jedenfalls musste der eine Typ sowieso in die Richtung und wollte sich die Bescherung mal anschauen. Nach dieser kurzen Episode ging es bei strahlendem Sonnenschein wieder einmal nach Pine Creek, aber diesmal auf den "Lazy Lizard Campground". Dort haben wir unsere Zelte aufgeschlagen, sind im Pool rum geschwommen, haben einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen und warten nun auf das Abendbrot. Hoffentlich ohne Regen, da es rundherum schon wieder verdächtig blitzt.
Morgen geht es dann endgültig nach Darwin, womit unsere erste große Etappe geschafft wäre. Leider haben wir nicht alles gesehen, was wir uns vorgenommen hatten. Aber das lag hauptsächlich am blöden Cyclon, der vor Darwin tobte und sehr viel Regen mit sich brachte.
PS: Heute ist uns auch die erste Zeltstange beim Aufbau zerbrochen, aber das Zelt steht.

Nurlangi Rock

08.01. - Route: Pine Creek - Douglas Hot Springs - Robin Falls - Darwin, 380km
Gefrühstückt wurde heute natürlich auch wieder. Der Zeltabbau gestaltete sich etwas schwierig, da es in der Nacht geregnet hatte und der frisch gemähte Rasen sumpfig geworden war. Dann sind wir mal wieder zu den Hot Springs gefahren - diesmal hatten wir Glück. Der Hayes Creek war in sein Flussbett zurück gekehrt. Zuerst haben wir die Quelle gar nicht gefunden, weil keine Schilder da waren. Aber dann waren doch welche da und die Quelle war richtig heiß. Viel zu heiß zum baden, höchstens geeignet zum Eier kochen. Danach sind wir zum Robin Falls gefahren, wo wir nach einer kurzen Kletterpartie ein erfrischendes Bad im pool nehmen konnten. Unterwegs haben wir noch eine große Echse gesehen, die gerade an einem ziemlich stark verwesten Känguru geknabbert hat. Als sie uns hörte, hat sie sich auf die Hinterbeine gestellt und war dann so ca. 1m groß. Dann ging es nach Darwin. Den Backpacker haben wir sofort gefunden. In ca. 10 Minuten hatten wir das Auto geräumt - es ist doch gar nicht so zugemüllt wie wir dachten. Zum Abendbrot waren wir im "Sizzlers" und haben uns mächtig die Bäuche voll geschlagen. Als wir wiederkamen, funktionierte erschreckender weise die Klimaanlage im Zimmer gar nicht. Aber nach kurzer technischer Fehlereinschätzung und -behebung geht alles wieder bestens. Jetzt sitzen wir bei unserem Abendtrunk, lauschen den "Geschichten" der Einheimischen und deren Tipps und beobachten ein Possum, das wahrscheinlich hier wohnt.
PS: Mein Duschbad wurde heute auf dem Zeltplatz geklaut. Jetzt hab ich keins mehr.

09.01. - Route: Darwin
Zum Frühstück waren wir heute in einem kleinen Straßencafe in der Moll von Darwin. Es gab Bacon & Eggs. Danach folgte ein kleiner Stadtbummel, dann eine Kurzbesichtigung eines ehemaligen Militärstützpunktes an der Küste "East Point" und des Nightscliffs, wo es sehr windig und das Wasser sehr schmutzig war. Nach einer kurzen Ruhepause im Backpacker ging es erneut in die Stadt, um Souvenirs zu kaufen und den historischen Stadtteil zu besichtigen. Jetzt haben wir noch eine Tankstelle gesucht, um möglichst billig zu tanken. Aber es hat fast überall c 82,9 gekostet. Nach der Autosäuberung ging es wieder zurück in den Backpacker, um den Abend ausklingen zu lassen. übrigens waren wir bisher der festen Annahme, dass wir heute das Auto abgeben müssen. Aber als der Frank auf den Beleg schaute, stand dort der 10. Keiner weiß, wieso.
PS: Ich hab mir beim Stadtbummel erneut einen Sonnebrand zugezogen. Und morgen geht es nach Alice Springs. Wie wir das ganze Gerümpel in unsere drei Rucksäcke verstauen wollen, ist mir bisher noch ein Rätsel.
PS I: das meiste Gerümpel ist jetzt verstaut.

10.01. - Darwin - Alice Springs
Heute wurde mal wieder ordentlich ausgeschlafen und die Klamotten zusammen gepackt. Wir haben sogar alles untergebracht - erstaunlicherweise. Danach haben wir uns noch zwei Tiere zum Spezialpreis gekauft (Koala + Känguru). Gegen 12.00 Uhr gaben wir unsere vierten Weggefährten nach einer Gesamtstrecke von 9.916km ab. Wegen der Windschutzscheibe gab es keine Beanstandungen (wie wir wegen des Steinschlagloches vermutet hatten). Danach ging es zum Flughafen von Darwin und 14.15 Uhr flogen wir los. Der Flug dauerte 1h40min und wurde, je näher wir der Western MCDonald Range kamen, immer unruhiger. Ich musste mich ein paar Mal ordentlich festhalte und tief durchatmen. Nach der geglückten Landung wurden wir von Roby aus dem Elkes Backpacker vom Flughafen abgeholt und in einem schönen Zimmer einquartiert.
Morgen geht es früh raus, da wir 6.10 Uhr abgeholt werden und somit unserer 3-Tages-Tour beginnt. Bericht folgt. Zum krönenden Tagesabschluss waren wir heute in einem italienischen Restaurant "Oscars", wo es recht gut (nicht überragend, aber gut) geschmeckt hat und sehr reichlich war.

11.01. - Route: Alice Springs - Kings Canyon
Nachdem wir heute früh doch aus den beten gekommen sind, ging es gegen 7.00 Uhr mit einem Bus und 17 Leuten los. Nach kurzem Schläfchen im Bus haben wir einen Stopp an einer Kamelfarm gemacht, um dort zu frühstücken oder auf einem Kamel zu reiten. Danach sind wir zum lunch ins camp gefahren und dann zum Kings Canyon. es war sehr sehr heiß (ca. 40°C) und dadurch wurde der Aufstieg recht anstrengend. Der Canyon ist grandios (Anmerkung: viel schöner als der Grand Canyon), aber vor lauter Hitze konnte man sich gar nicht recht daran erfreuen (zumindest ich). Der Abstieg ging dann recht rasch. Oh, ich vergaß, den Garten Eden haben wir uns auch von oben angeschaut, aber es war recht wenig Wasser drin (wo sollte es auch herkommen?). Also der Abstieg war für mich die Hölle, selbst als ich den Parkplatz schon gesehen habe, wollte ich am Liebsten sofort sterben. Aber ich habe überlebt - sonst wäre ja hier der Bericht zu Ende. Nach der Hölle ging es zurück zum camp und in einen eiskalten pool. Es war wunderbar.
Zum Sonnenuntergang sind wir auf einen kleinen Hügel gelaufen - aber es wegen der vielen Wolken, die nur um die Sonne herum waren, nicht so toll. Jetzt sitzen wir alle am Lagerfeuer und warten auf das Essen. Die Leute der Gruppe sind aus zehn verschiedenen Nationen: Australien, Neuseeland, England, Japan, Korea, Taiwan, Israel, Schweiz, Deutschland, Holland - und recht lustig, auch der tourguide. Morgen geht es zum Sonnenuntergang zum Ayers Rock.

12.01. - Route: Kings Canyon Camp - Ayers Rock - Olgas - Campground Yulara
Nach einer schönen, relativ kühlen Nacht unter Sternenhimmel in einem swag, frühes Aufstehen, Wecken durch die Fliegen und verpasstes Frühstück ging es gegen 7.00 Uhr in Richtung Ayers Rock los. Unterwegs haben wir einige Kamele gesehen, die gerade die Straße passierten, an einem Salzsee gestoppt (Wayne, der tourguide hat mit allen Kameras ein Gruppenfoto geschossen. Es war ziemlich lustig, als er von einer Kamera zu anderen sprang und jedes mal sagte, es wird ein tolles Foto, obwohl wir uns nicht bewegt haben, abgesehen vom Fliegen verscheuchen) und am Mount Connor vorbei gefahren. nachdem wir wieder Holz für das Camp gesammelt haben, ging es ins Uluru Culture Center - war wieder ein interessanter Bau, kein Vergleich mit Deutschen Museen. Danach ging es zu den Olgas, mit einem zweistündigen Marsch zum "valley of the wind" - und es war windig. Auf dem Rückweg hat es sogar geregnet, nicht viel, dafür aber große Tropfen. dach ging es zurück zum campground und zum Pool, der nicht ganz so eiskalt wie gestern war . Zum sunset sind wir zum Ewing lookout gelaufen (200m). Der Sonnenuntergang war schön, aber nicht so spektakulär. Der Ayers Rock hat seine Farbe überhaupt nicht verändert (so wie ich es mir eingebildet hatte). Aber es war trotzdem schön. Morgen geht es früh raus - 4.00 Uhr, um pünktlich zum Sonnenaufgang am Ayers Rock zu sein. Mal schaun, wer alles den Aufstieg wagt.
PS: Im Culture Center gab es keine Digeridoos zu kaufen. Von Wayne haben wir erfahren, dass die Aborigines hier so etwas überhaupt nicht kennen.

13.01. - Route: Yulara Campground - Ayers Rock - Alice Springs
Nachdem uns Wayne doch nicht mit eiskaltem Wasser um 4.00 Uhr morgens geweckt hat und alle versuchten, etwas zu "früh"stücken, sind wir zum red Rock gefahren. Alle, die hinauf gehen wollten, wurden abgeladen und der Rest, bestehend aus fünf Mädels + Wayne sind ein Stück weitergefahren, um von dort aus den Sonnenaufgang zu beobachten. Die Aborigines nennen die Touristen Ameisen und von der Straße aus sahen die Leute wirklich wie kleine Ameisen aus, die den Berg hochklettern. Am Sonnenaufgangsbeobachtungspunkt war ziemlich viel Betrieb, tausend Busse, Autos und Leute. Der Sonnenaufgang war sehr schön. Ich hoffe, die Bilder werden was. Danach ging es für die Nichterklimmer zum Rundlauf um den Ayers Rock. Auch das war schön, da es um die Tageszeit noch recht angenehm war und ein laues Lüftchen blies. Als wir alle wohlbehalten und doch recht kaputt ankamen, waren die Besteiger schon längst wieder da und hatten sich auch schon erholt.
Nun einige Worte der Erzwinger des Ayers Rock: amazing, wonderful, cool (hot) ... Die ersten ca. 500m waren ziemlich steil und es gab nur eine Eisenkette zum halten oder hochziehen. Der Wind war auch ziemlich stark. Glücklicherweise waren wir mit die Ersten und mussten nicht ständig auf Leute warten oder sie überholen. Selbst für gut trainierte Bergsteiger wohl eine Herausforderung. Der Rest ging dann etwas gerader dahin, ein paar mal auf und ab. Wir waren rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Ziel und das hat für alle Mühen entschädigt. Der Weg nach unten war genauso anstrengend, weil ja genauso steil (Abstiegzeit ca. 40 Minuten).
Als wir dann alle wieder beieinander waren, haben wir noch einen Ein-Kilomter-Rundlauf am Ayers Rock gemacht, bei dem uns Wayne noch einige Sachen über den Rock und die Einheimischen erzählt hat. Danach ging es ziemlich direkt zurück nach Alice, mit einigen Zwischenstopps in einem kleinen Roadhouse, um Erfrischungen zu kaufen oder eine kleine Aborigines-Art-Ausstellung zu besuchen. In einem weiteren Roadhouse in der Nähe vom Mount O´Connor besuchten wir einen kleinen "Zoo", der einen Emu, zwei Kängurus und viele verschiedene Vögel beherbergte. In Alice sind wir gegen 18.00 Uhr angekommen, wo sich jeder erst mal ausruhte, um gegen 20.00 Uhr im Melanka Backpacker zum B.B.Q. zu erscheinen. Es gab warme Brötchen, Kartoffelsalat, Würstchen, Kamelburger und Kängurusteak und ordentlich zu trinken. Alle waren gut drauf, leicht oder mehr angeheitert und doch ganz schön fertig. Gegen 2.00 Uhr haben wir dann als Letzte die Veranstaltung verlassen.
Olgas = Kata Tjuta
Ayers Rock = Ulura

Ayers Rock

Ayers Rock

Ayers Rock

Ayers Rock

Ayers Rock

14.01. - Alice Springs
Nachdem wir gut ausgeschlafen hatten, Frank gesucht und nicht gefunden haben, da er bereits in der Stadt war, sind wir ebenfalls dorthin, um zu frühstücken und eventuell Souvenirs zu kaufen. Unterwegs haben wir auch Frank getroffen und drei Bilder gekauft - sehr sehr schön. Dann gab es doch plötzlich für ca. 15 Minuten einen sehr starken Regen. In einem Laden haben wir zwei Schweizer getroffen und uns mit ihnen zum Abendbrot verabredet. Wir gingen zu einem Mexikaner - das Essen war nicht berauschend, dafür haben wir uns gut unterhalten. Es war ein schöner Abend. Auf dem Nachhauseweg haben wir versucht zu Hause anzurufen, da wir nicht mehr sicher waren, welche Telefonnummer wir haben - aber es ging keiner ran, nicht mal der Anrufbeantworter. Na ja, vielleicht ist bei der letzten Party von unseren Wohnungshütern das Haus versehentlich abgebrannt.

15.01. - Alice Springs - Sydney
Nach gutem Flug sind wir im 26°C kalten Sydney gelandet. Nach einigen Rumgesuche auf dem Flughafen haben wir dann doch einen Bus gefunden, der uns zum Kings Cross fuhr. Leider war dort Evas Backpacker ausgebucht und so sind wir wir im nebenan gelegenem Backpacker gelandet. Nach dem Einchecken sind wir gleich in die Stadt, zuerst kurz in Richtung Kings Cross, dann durch den Botanischen Garten zur Oper von Sydney (die ich mir größer vorgestellt hatte, da sie auf den Fotos immer sehr gigantisch wirkt, aber doch imposant ist) über den Circular Quay wieder zurück. In einer Gaststätte in Woolloomooloo (!) haben wir zu Abend gegessen. Danach ging es zurück zum Backpacker, wo wir ziemlich knülle ankamen. Außerdem war es kalt.

16.01. - Sydney
Nachdem wir schön ausgeschlafen haben (wie soll es auch anders sein), ging es bei strahlendem Sonnenschein zum Kings Cross Geld tauschen und frühstücken (in einer französischen Bäckerei). Der Kellner war ganz lustig. Danach sind wir zum Aquarium gelaufen. Sehr interessant. Hier gab es viele verschiedene Fischarten, Krabben, Krebse, Robben und Haie zu sehen. Und das in einer wunderschönen Anlage. Am beeindruckendsten waren die vielfarbigen und wunderschönen Fische aus dem Great-Barrier-Reef und die Unterwassertunnel, wo alles mögliche Getier an einem vorbei oder drüber weg schwamm. Danach ging es durch den Darling Habour zum Imax-Kino, von dort aus quer durch die Stadt zum Circular Quai, The Rocks und in Richtung Victorian Building, wo wir kreuz und quer durch geschlendert sind. Es ist ein wunderschönes altes Gebäude mit drei Etagen und vielen kleinen Geschäften. Auf dem Rückweg hat es ordentlich genieselt und es war sehr windig - alles in allem recht kalt hier. Im Backpacker wurde etwas aufgewärmt und ausgeruht. Jetzt sitzen wir in einem gemütlichen Café, haben etwas gegessen und trinken jetzt.
PS: Unser letzter Anfahrtspunkt ist erreicht - SYDNEY. Es ist eine schöne Stadt, voller Gegensätze, wunderschöner alter Gebäude und imposanten Wolkenkratzern.
PSI: Am Circular Quai haben wir betrunkene oder was-auch-immer Einheimische beim Musikinstrumenten-Zerstörungs-Ritual beobachten dürfen. Die befahrradte Polizei kam dann auch bald. Und dann haben wir noch schwarze, leicht bekleidete, musizierende Menschen gesehen, die wir aber anhand der Kleidung, des Aussehens oder der Musik keiner Nationalität zuordnen konnten.
PSII: bei unser heutigen Stadtwanderung sind wir fast 10 Kilometer gelaufen!

Sydney Oper

Altstadt Sydney

17.01. - Sydney
Nachdem Frühstück (Bacon & Eggs und Germans Farmer Breakfast = Bauernfrühstück) sind wir mit der U-Bahn zur TowerHall gefahren und von dort zum QVB gelaufen. Dort etwas rumgeschlendert, dann in Richtung China Town, die aber sehr klein war und nicht viel zu bieten hat, außer vielen Ramschläden. Von dort aus ging es zum IMAX, wo wir uns den Film "The living sea" angeschaut haben. Danach ab zum Fernsehturm, wo wir pünktlich waren, als alle Lichter in der Stadt angingen. Von dort oben hat man einen wunderschönen Aus- und Rundblick über die ganze Stadt. Zum Abendbrot sind wir bei PizzaHut eingekehrt und nun sind wir wieder im Backpacker und trinken unsere Errungenschaften aus dem Bottle Shop.

18.01. - Sydney - letzter Tag
Nach dem Frühstück bestehend aus pancake mit Blaubeeren ging es per pedes zum Padington Markt. Dort gab es viele schöne Sachen zu sehen, auch der Stadtteil es sehenswert. Hier gibt es viele kleine Geschäfte und Cafés nebeneinander - schade, dass es so was nicht öfters bei uns gibt. Von dort sind wir mit dem Bus zum Circular Quai gefahren. In The Rocks waren wir noch einmal in der Galerie und haben zwei wunderschöne Holzschalen gekauft. Auf dem Rückweg haben wir einigen Straßenkünstlern zugeschaut - sehr lustig. Bei einem Italiener haben wir ein Käffchen getrunken und sind dann zur Oper gelaufen, haben uns dort ein wenig umgeschaut, die skyline von Sydney im Dunklen begutachtet und das erwartete Feuerwerk nicht gesehen. Danach fuhren wir mit dem Bus zum Kings Cross zurück. Nun müssen noch Sachen packen und morgen gehts dann dummerweise zurück ins kalte, langweilige und blöde Deutschland.

19.01 - 20.01. Sydney - Singapore - Zürich - Berlin - Dresden
Nach einem letzten Frühstück in Sydney, kleinem Bummel über den Kings Cross, wo die hiesige Feuerwehr eine Parade mit cooler Big-Band-Musik abgehalten hat, ging es unwiderruflich zum Flughafen. Gegen 16.15 Uhr Ortszeit ging es los. Der Flieger war mit kleinen Bildschirmen an jedem Platz ausgestattet, so dass wir die sieben Stunden bis Singapore mit Tetris spielen gut überstanden haben.
Und irgendwann waren wir wieder zu Hause. Komisch.

ABER: eins weiß ich gewiss - irgendwann muss ich hier noch mal her!